Erste Bonitur: Mitte Oktober 2025
Der Bestand präsentierte sich in allen Varianten gleichmäßig. Auch die Entwicklung der Rapspflanzen wich in den Versuchsflächen nicht vom unbehandelten Spritzfenster ab.
Fraßschäden durch den Rapserdfloh waren zwar sichtbar, bewegten sich jedoch insgesamt im tolerierbaren Bereich. Im Bezirk Ried blieb das Schadniveau ab dem 29. September 2025 konstant.
Der Unkrautdruck innerhalb der Versuchsflächen fiel gering aus. Die Vorauflaufvarianten erzielten eine leicht bessere Wirkung, wohingegen im unbehandelten Spritzfenster - wie erwartet - mehr Unkräuter, sowohl in Anzahl als auch in der Artenvielfalt, aufliefen.
In den Beständen wurden Weißer und Vielsamiger Gänsefuß, Ehrenpreis, Disteln, Ampfer und Vogelmiere festgestellt. In der Mulchsaatfläche kam zusätzlich Ausfallgetreide hinzu. Disteln, Ampfer und Acker-Hellerkraut traten nur vereinzelt auf. Die genannten Frühjahrskeimer wie Gänsefuß, welche häufiger auftraten, stellten erwartungsgemäß keine Gefahr für die Rapsentwicklung dar.
Die weitere Entwicklung der Unkräuter wurde fortlaufend beobachtet.
Ende Oktober und somit zwischen den Bonituren, erfolgte auf beiden Standorten eine Pflanzenschutzmittelbehandlung mittels Carnadine (Wirkstoff: Acetamiprid).
Im OÖ Zentralraum wurde dabei mittels Carax (Wirkstoffe: Mepiquat, Metconazol) und Tilmor (Wirkstoff: Tebuconazol, Prothioconazol) eine Kürzungsmaßnahme gesetzt.
Im Innviertel wurde die Maßnahme mit Nährstoffen sowie den Pflanzenschutzmitteln Fusilade MAX (Wirkstoff: Fluazifop-P) und Toprex (Wirkstoffe: Paclobutrazol, Difenoconazol) ergänzt.