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Green Care-Hoftafel für Mayer am Pfarrplatz

Wiener Traditionsweingut setzt mit Arbeitsprojekt für Menschen mit Behinderung ein Zeichen
Das Weingut Mayer am Pfarrplatz in Wien-Döbling wurde am 2. März 2026 mit der Green Care-Hoftafel ausgezeichnet. Drei Klient:innen des zertifizierten Green Care-Betriebs "Tagesstruktur Am Himmel" der Caritas der Erzdiözese Wien arbeiten regelmäßig im Weinbaubetrieb mit und übernehmen dort konkrete Aufgaben im laufenden Produktionsprozess.

Die Verleihung fand im Rahmen des Jahresempfangs des gemeinnützigen Vereins „WIR für greencare“ statt, der sich für die Weiterentwicklung der sozialen Landwirtschaft in Österreich engagiert.

Stadtlandwirtschaft mit gesellschaftlicher Verantwortung

Rund 700 Gartenbau-, Ackerbau- und Weinbaubetriebe prägen die Wiener Stadtlandwirtschaft. Mit 575 Hektar Rebfläche zählt Wien zu den wenigen Weltstädten mit bedeutendem innerstädtischem Weinbau.

Für Norbert Walter, Präsident der Landwirtschaftskammer Wien, ist die Zertifizierung ein starkes Signal: „Die Wiener Landwirtschaft ist ein wirtschaftlich relevanter und sichtbarer Teil dieser Stadt. Wenn ein traditionsreicher Weinbaubetrieb wie Mayer am Pfarrplatz Menschen mit Behinderung in seinen Arbeitsalltag integriert, wird deutlich, welchen gesellschaftlichen Beitrag unsere Betriebe im urbanen Raum leisten.“

Jürgen Czernohorszky, Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal, ergänzte: „Wien hat immer wieder soziale Modelle angestoßen, die über die Stadt hinaus Wirkung entfaltet haben. Mit Green Care entstehen neue Kooperationen zwischen der Landwirtschaft und dem Sozialwesen, die einen weiteren Schritt hin zu echter Inklusion im Arbeitsleben ermöglichen.“

Mittendrin im Produktionsprozess

Die drei Klient:innen der Caritas kommen einmal pro Woche für einen gesamten Arbeitstag ins Weingut. Sie arbeiten im Keller, unterstützen bei der maschinellen Abfüllung und Etikettierung, übernehmen Tätigkeiten in der Grünflächenpflege oder helfen bei vorbereitenden Arbeiten für Auslieferungen. Die Arbeitsabläufe werden an ihre Möglichkeiten angepasst, ohne ihren professionellen Charakter zu verlieren. Ziel ist es, arbeitsmarktrelevante Kompetenzen zu erweitern und unterschiedliche Tätigkeitsfelder kennenzulernen. Dabei steht nicht Effizienz im Vordergrund, sondern Lernerfahrung und Verantwortung.

Dass daraus kein wirtschaftlicher Vorteil für den Betrieb entsteht, ist Teil des Konzepts. Die Prozesse werden bewusst so gestaltet, dass sie pädagogisch sinnvoll sind. Das bedeutet auch zusätzlichen organisatorischen Aufwand.

Unternehmerische Haltung mit persönlichem Engagement

Die Hans Schmid Privatstiftung ist Eigentümer des Heurigen und des Weingutes Mayer am Pfarrplatz und sieht das Projekt als konsequente Weiterentwicklung ihres unternehmerischen Selbstverständnisses: „Man ist nicht nur der Gesellschaft verpflichtet, für die man arbeitet, sondern auch der Gesellschaft, in der man lebt"

Petra Schmid engagiert sich seit 2 Jahren im Personenkomitee des Unterstützungsvereins „WIR für greencare“ und betonte die besondere Verbindung zwischen persönlicher Überzeugung und betrieblicher Umsetzung: „Landwirtschaft bedeutet für uns nicht nur Produktion, sondern Verantwortung. Unser Weingut ist ein Ort der Arbeit – aber auch ein Ort der Begegnung und der Integration. Es erfüllt uns mit großer Freude zu sehen, wie Menschen mit Beeinträchtigung bei uns nicht nur mitarbeiten, sondern wachsen, Selbstvertrauen entwickeln und Teil einer Gemeinschaft werden.“

Für Thomas Podsednik, Geschäftsführer des Weingutes Mayer am Pfarrplatz, ist das Projekt eine echte Bereicherung für alle Beteiligten im alltäglichen Betrieb: „Die tägliche Zusammenarbeit ist geprägt von gegenseitigem Respekt, Geduld und Wertschätzung. Die Klient:innen übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben im Weingarten und im Betrieb – und bringen zugleich Lebensfreude, Verlässlichkeit und eine besondere Herzlichkeit in den Arbeitsalltag. Es entsteht ein Miteinander, das weit über die Arbeit hinausgeht."

Neue Arbeitsfelder im professionellen Umfeld

Für Manuela Buxer, Leiterin der Tagesstruktur Am Himmel, bedeutet die Kooperation eine sinnvolle Erweiterung des bestehenden Angebots:

„Unsere Klientinnen und Klienten sind bereits in landwirtschaftliche Tätigkeiten eingebunden. Durch die Zusammenarbeit mit einem professionellen Weinbaubetrieb kommen nun zusätzliche, klar strukturierte Arbeitsfelder hinzu. Sie erleben unterschiedliche Produktionsschritte, lernen neue Anforderungen kennen und können ihre Fähigkeiten in einem weiteren betrieblichen Umfeld erproben.“ Gerade die Einbindung in einen regulären Betrieb mit eigenem Team, Kund:innenkontakt und betriebswirtschaftlichen Abläufen schaffe neue Erfahrungsräume.

Arbeit und Beschäftigung als Zukunftsfeld

Für Günther Mayerl, Geschäftsführer der Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH, zeigt das Projekt exemplarisch, welches Potenzial im Bereich „Arbeit und Beschäftigung“ liegt:

„Arbeitsprojekte bieten für Green Care noch großes Entwicklungspotenzial. Landwirtschaftliche Betriebe eröffnen Menschen mit Behinderung vielfältige Tätigkeitsfelder. Entscheidend ist dabei eine verlässliche Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Sozialträger. Die Kooperation mit der Caritas der Erzdiözese Wien besteht seit Jahren und ist von Vertrauen und fachlicher Qualität getragen. Dass dieses Modell nun auf einen weiteren Betrieb ausgeweitet werden konnte, ist ein wichtiger Schritt.“

Österreichweit wächst die Zahl zertifizierter Green Care-Betriebe kontinuierlich. Mittlerweile gibt es 140 ausgezeichnete Höfe, davon fünf in Wien. Projekte wie jenes bei Mayer am Pfarrplatz verdeutlichen, dass soziale Landwirtschaft nicht auf den ländlichen Raum beschränkt ist, sondern auch im urbanen Umfeld tragfähige Modelle entwickeln kann.
Weingut Mayer am Pfarrplatz
Ing. Thomas Podsednik
Kuchelauer-Hafenstraße 175
1190 Wien
T: +43 (0) 660/8478523
E: thomas.podsednik@pfarrplatz.at
H: www.pfarrplatz.at
Links zum Thema
  • Green Care Österreich
  • Wir für Green Care
11.03.2026
Autor:Green Care
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Weitere Informationen:
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