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    Insekten aus dem Innviertel: Besichtigung Insektenzuchtanlage Ecofly in Andorf

    Am 2. März 2026 besichtigten die Mitglieder der Arbeitskreise „Boden.Wasser.Schutz Innviertel“ die Insektenzuchtanlage der Firma Ecofly in Andorf mit großem Interesse.
    In der stark automatisierten Anlage werden täglich 10 Tonnen Larven der Schwarzen Soldatenfliege produziert. Es ist die einzige Anlage dieser Dimension in Österreich.
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    Die gemästeten Larven der Schwarzen Soldatenfliege. © Ecofly
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    Die gemästeten Larven der Schwarzen Soldatenfliege. © Ecofly
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    Produktion der Schwarzen Soldatenfliege

    Die frisch geschlüpften Larven können verschiedenes organisches Material zu hochwertigem Protein verwerten. In der Produktion werden die Larven binnen sieben Tagen mit einem Brei aus Bruchnudeln und Kleie fertig gemästet. Dabei wird ein hoher Grad an Automatisierung genutzt, um die Produktion effizient zu gestalten. Die Eier für die Larven werden in einer eigenen Zuchtstation produziert. Am Ende der Mast werden die Tiere thermisch abgetötet und anschließend in einer Verarbeitungsanlage der Firma Purea Regau zu eiweißreichem Insektenmehl verarbeitet. 10 Tonnen Larvenproduktion ergeben 3 Tonnen Proteinmehl. Aktuell wird das Insektenmehl hauptsächlich für Futtermittel von Haustieren wie Hunden eingesetzt, die besondere Futteransprüche haben. Diese Mastanlage ist mit einem Geflügelstall von 30.000 bis 40.000 Tieren vergleichbar.

    Die Larven der Schwarzen Soldatenfliege entwickeln sich erst ab 25 °C und sind sehr temperaturempfindlich. Eine Vermehrung außerhalb der Zuchtanlage ist in Österreich daher nicht möglich.

    Umweltschutz durch Abluftreinigung

    Bei der Mast der Insekten entsteht viel Ammoniak, ähnlich wie in der Schweinemast. Um die Umwelt und Anrainer nicht übermäßig mit Geruch zu belasten, wurde ein Luftwäscher installiert. Der Luftwäscher entfernt etwa 75 Prozent des Ammoniaks mit Wasser und Schwefelsäure aus der Abluft. Dabei entsteht Ammoniumsulfat (NH4)2SO4, das als Güllezusatz abgegeben wird.

    Insekten-„Mist“ als Dünger

    Der Futterrest der Insektenproduktion kann als Dünger für die Landwirtschaft genutzt werden. Das getrocknete und pelletierte Material hat einen Nährstoffgehalt von rund 3 Prozent N, 5 Prozent P und 3 Prozent K. Der Mehrnährstoffdünger Fertifly ist auch für die biologische Landwirtschaft zugelassen. (Bei Bio Austria ist eine Genehmigung notwendig.)
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    Diese Futterreste und Ausscheidungen werden später zu Düngerpellets gepresst. © BWSB/Lang
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    Diese Futterreste und Ausscheidungen werden später zu Düngerpellets gepresst. © BWSB/Lang
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    Die fertigen Düngerpellets sind auch im Bio-Bereich zugelassen. © BWSB/Lang
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    Die fertigen Düngerpellets sind auch im Bio-Bereich zugelassen. © BWSB/Lang
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    Die Besichtigung der Anlage führten die Firmengründer Michael Forster und Simon Weinberger durch: Sie gaben den interessierten Landwirt:innen tiefe Einblicke in die Funktion der Produktion.
    Weitere Informationen sind auf www.bwsb.at zu finden bzw. auf www.ecofly.at.
    11.03.2026
    Autor:Jakob Lang, BSc., MA
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