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Bienenfreundlicher Zwischenfruchtversuch 2025 - Imkerliche Ergebnisse

Die imkerlichen Auswertungen des Zwischenfruchtversuchs 2025 zeigen deutlich, wie stark Polleneintrag und Volksentwicklung im Herbst vom Zusammenspiel aus Blühangebot und Witterung geprägt sind.
Zu Beginn nutzten die Versuchsvölker an beiden Standorten - Pregarten sowie St. Georgen bei Obernberg/Inn - vor allem umliegende Läppertrachten wie Drüsiges Springkraut, Wegerichgewächse und verschiedene Kleearten. Mit dem Einsetzen der Blüte in den Zwischenfruchtflächen (Kreuzblütler, Phacelia, Klee) und sinkenden Temperaturen verlagerte sich der Schwerpunkt deutlich auf diese Kulturen.

Die Pollenanalysen bestätigten dieses Sammelverhalten: Kreuzblütler, Phacelia und Klee stellten im Herbst die wertvollsten Pollenquellen dar. Dabei zeigten die Völker - abhängig von Volksstärke, Brutumfang und Flugaktivität - teils deutliche Unterschiede im Polleneintrag. Trotz dieser Variation entwickelten sich alle Versuchsvölker stabil; Hinweise auf Verhonigen oder übermäßige Pollenlagerung wurden nicht festgestellt.
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Gemeinsame Abschlussbonitur der Versuchspartner in St. Georgen/Obernberg am Inn. © BWSB/Falkensteiner
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Gemeinsame Abschlussbonitur der Versuchspartner in St. Georgen/Obernberg am Inn. © BWSB/Falkensteiner
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Auffällig war der Rückgang des Polleneintrags ab Anfang Oktober, obwohl weiterhin ausreichend Blüten vorhanden waren. Frostnächte und Tageshöchsttemperaturen unter etwa 13 °C führten an beiden Standorten zum Einbruch der Sammelaktivität. Dies unterstreicht, dass die Temperatur - und nicht die Blüte - der zentrale begrenzende Faktor für Herbsttrachten ist. Offen bleibt, ob primär Frostereignisse oder die niedrigen Tagestemperaturen selbst den Rückzug der Bienen auslösen, oder ob eine Kombination beider Faktoren wirkt.

Für die Praxis bedeutet dies: Zwischenfrüchte wie Phacelia und Kreuzblütler können im Frühherbst wertvolle Pollenquellen bereitstellen. Ab Mitte Oktober ist jedoch - selbst bei guter Blüte - nur bei passenden Witterungsbedingungen noch mit nennenswertem Polleneintrag zu rechnen. Aus imkerlicher Sicht ist dies positiv, da Winterbienen in dieser Zeit möglichst wenig belastet werden sollten. Weitere Versuchsjahre sind notwendig, um die beobachtete Schwellentemperatur zu bestätigen und die Rolle einzelner Kulturarten noch genauer zu bewerten.
Den vollständigen Versuchsbericht finden Sie auf LK-Online sowie auf den Webseiten der Versuchspartner:
  • Bienenzentrum OÖ, LK OÖ: www.bienenzentrum.at
  • Boden.Wasser.Schutz.Beratung, LK OÖ: www.bwsb.at
  • Maschinenring OÖ: www.maschinenring.at
  • Ö. Erwerbsimkerbund: www.erwerbsimkerbund.at
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Die Versuchsergebnisse werden außerdem im Online Webinar
"Imker und Landwirte an einen Tisch“
am 16. März 2026 um 19:30 Uhr vorgestellt. 
Links zum Thema
  • Zusammenhang zwischen Bienen und Zwischenfrüchten: Neues Jahr - neue Erkenntnisse!
  • Bienenzentrum
  • Boden.Wasser.Schutz.Beratung
  • Maschinenring
  • Österreichischer Erwerbsimkerbund
23.02.2026
Autor:DI Theresa Frühwirth / Ing. Patrick Falkensteiner MSc, MBA
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