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Schneeschimmel im Grünland – Risiko unter der Schneedecke?

Eine geschlossene Schneedecke über einen Zeitraum von mehreren Wochen – mittlerweile ist das vor allem im Zentralraum von Oberösterreich eher eine Seltenheit geworden. Im heurigen Jahr war das aber wieder einmal der Fall. Das Tauwetter der vergangenen Tage hat den Schnee schmelzen lassen. Auf den Wiesen lässt sich aktuell bei genauem Hinsehen das ein oder andere entdecken.

Weißes Pilzmyzel – bräunliche Flecken

Das Auftreten von Schneeschimmel ist in hohem Maße witterungsabhängig. Das Schadbild wird durch pilzliche Erreger verursacht und kann insbesondere nach schneereichen Wintern mit längerer Schneebedeckung im Frühjahr in Erscheinung treten. Zumeist verursacht von mehreren Erregern (Microdochium nivale, Typhula-Arten), die des Öfteren auch in Form von Mischinfektionen vorkommen.

Symptome

Nach der Schneeschmelze lassen sich auf betroffenen Flächen folgende Symptome beobachten:
  • unregelmäßige, rundliche bis flächige, strohgelbe bis bräunliche Flecken
  • teilweise watteartiger, weißlich-grauer bis rosafarbener Pilzbelag
  • verzögerter Wiederaustrieb im Frühjahr
  • bei sehr starkem Befall kann es punktuell auch zum Ausfall von Futterpflanzen kommen

Maßnahmen nach dem Winter

Bevor man sich Gedanken über mögliche Maßnahmen macht, muss das Grünland auf jeden Fall ausreichend gut abtrocknen können. Ist ein Befall in größerem Ausmaß gegeben, ist ein vorsichtiges Striegeln sinnvoll. Abgestorbene Blattmasse und auch das Pilzmyzel werden zerrieben. Hier das richtige Maß zu erwischen, erfordert Fingerspitzengefühl. Zudem muss man auch etwas Geduld aufbringen – bei leichtem Befall erholen sich die Bestände bei günstigen Bedingungen selbständig.

Stark geschädigten Flächen mit vielen Lücken kann man mit einer Nachsaatmaßnahme bei der Frühjahrspflege auf die Beine helfen.
Links zum Thema
  • Grünlandnachsaat im Frühjahr - Ertrag sichern, Bestände stabilisieren
09.02.2026
Autor:Mag. Michael Fritscher
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