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    Jetzt einen Blick unter die Zwischenfrüchte wagen

    Wir befinden uns zwar noch mitten im Winter, aber jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um einen genaueren Blick auf - und ganz besonders wichtig - unter die Zwischenfruchtbestände zu werfen.
    Zwischenfrüchte bilden Wurzelmassen, die etwa 33 - 50% ihrer oberirdischen Biomasse erreichen. Sie sind essenziell für den Humusaufbau, die Bodenstrukturverbesserung und zur Behebung von Bodenverdichtungen. Tiefwurzler wie Ölrettich durchdringen den Unterboden, während feinwurzelige Pflanzen den Oberboden durchwurzeln, was Nährstoffe bindet und den Boden auflockert.

    Vor Kurzem, am 6. Februar 2026, besichtigten wir unseren Zwischenfruchtversuch bei der HLBLA St. Florian. Die einzelnen Varianten präsentierten sich in einem sehr guten Zustand.
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    Zwischenfruchtversuch St. Florian im Überblick. © BWSB/Wallner
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    Zwischenfruchtversuch St. Florian im Überblick. © BWSB/Wallner
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    Manche Praktiker:innen stellen schon erste Überlegungen an, welche Maßnahmen im kommenden Frühjahr ihre Zwischenfruchtbestände vor dem Anbau der Hauptkultur erfordern. Grundsätzlich ist Abwarten angesagt. Wichtig wird heuer sein, aufgrund der geringen Niederschläge und somit niedrigen Grundwasserstände (siehe Trocknet unser Grundwasser aus?) im Frühjahr die Böden besonders bodenschonend und wassersparend zu bearbeiten. Aufgrund der lang anhaltenden tiefen Temperaturen sind die Zwischenfrüchte - mit Ausnahme der winterharten Varianten - vollständig abgefrostet und haben eine optimale Bodenstruktur aufgebaut.
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    Variante Umwelt+, optimale Bodenstruktur. © BWSB/Wallner
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    Variante Umwelt+, optimale Bodenstruktur. © BWSB/Wallner
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    Variante Boden Freund. © BWSB/Wallner
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    Variante Boden Freund. © BWSB/Wallner
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    Variante Winter Strong. Diese Variante wies die beste Bodenstruktur auf. © BWSB/Wallner
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    Variante Winter Strong. Diese Variante wies die beste Bodenstruktur auf. © BWSB/Wallner
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    Mäuse sind im Anmarsch! Sitzstangen für Greifvögel aufstellen! © BWSB/Wallner
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    Mäuse sind im Anmarsch! Sitzstangen für Greifvögel aufstellen! © BWSB/Wallner
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    pH-Wertbestimmung mit dem pH-Meter und Salzsäuretest. © BWSB/Wallner
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    pH-Wertbestimmung mit dem pH-Meter und Salzsäuretest. © BWSB/Wallner
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    ÖPUL-Bestimmungen beachten!

    Wichtig: Zwischenfrüchte im Frühjahr müssen "mechanisch" beseitigt werden. Als "mechanische" Beseitigung gilt:
    • Nach dem Begrünungszeitraum erfolgt die Einsaat einer Folgekultur mittels Direkt‐ oder Mulchsaat bzw. Saat im Strip‐Till‐Verfahren.
    • Bodenbearbeitungsgeräte wie Pflug, Grubber, Kreiselegge, Scheibenegge, Rotoregge, Fräse, Tiefenlockerer oder Messerwalze werden nach dem vorgeschriebenen Begrünungszeitraum eingesetzt.
    • Die Begrünung wird nach dem Abfrosten oder nach dem vorgeschriebenen Begrünungszeitraum bodennah gehäckselt, anders zerkleinert oder gemäht.  
    • Die abgefrorenen Begrünungspflanzen werden niedergewalzt. Ein frühzeitiges Walzen im Winter kann aber auch als Pflegemaßnahme gesehen werden und muss nicht eine mechanische Beseitigung darstellen.
    • Die Begrünungspflanzen sind vollständig abgefrostet und niedergebrochen.

    Nicht als "mechanische" Beseitigung anrechenbar sind:
    • Striegeln der Begrünung
    • Einkürzen der Begrünung im Herbst zur Masseverringerung

    Wann ist ein Pflanzenschutzmitteleinsatz im Frühjahr möglich?

    Sobald die Zwischenfrüchte vollständig abgefrostet und niedergebrochen sind bzw. durch zulässige Methoden "mechanisch" beseitigt wurden, dürfen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Pflanzenschutzmittel dürfen grundsätzlich erst nach dem Ende des Begrünungszeitraumes verwendet werden. Das ist zum Beispiel bei den Varianten 2 und 4 frühestens am 15. Februar und bei der Variante 5 frühestens am 1. März.

    Erfolgt keine "mechanische" Beseitigung der Zwischenfrucht, ist ein Pflanzenschutzmitteleinsatz erst nach der Saat der Folgekultur zulässig. Bei Anbau der Folgekultur in Direktsaat ohne vorhergehende Beseitigung der Begrünung mit "mechanischen" Methoden darf unmittelbar nach der Saat ein dafür zugelassenes Herbizid eingesetzt werden, da sich dieser Herbizideinsatz bereits auf die Hauptfrucht bezieht.

    Fazit

    Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Zwischenfrüchte und deren Wurzelmasse zu begutachten bzw. zu beurteilen, um gute Schlüsse bzw. Optimierungsmöglichkeiten für den nächsten Zwischenfruchtanbau zu bekommen. Wichtig wird im Frühjahr sein, die Bodenbearbeitung möglichst bodenschonend (EROSIONSPROBLEMATIK BEACHTEN!) und wassersparend - sprich möglichst seicht - durchzuführen, um für die mittlerweile nahezu jährlich wiederkehrende Frühjahrstrockenheit im April/Mai bestens gerüstet zu sein.
    Weitere Eindrücke zum Zwischenfruchtversuch in St. Florian erhalten Sie unter Fotoservice der BWSB.
    Links zum Thema
    • Aktuelle Hinweise auf Dünge-Verbotszeiträume und mögliche Umbruchstermine
    • AMA: Früheste Umbruchtermine von Zwischenfrüchten
    • Unsere Zwischenfrüchte haben "Wurzelpotenzial“!
    • Fotoservice Boden.Wasser.Schutz.Beratung
    09.02.2026
    Autor:DI Thomas Wallner
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    Weitere Informationen:
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