preview.lko.or.at
  • lk österreich
  • lk burgenland
  • lk kärnten
  • lk niederösterreich
  • lk oberösterreich
  • lk salzburg
  • lk steiermark
  • lk tirol
  • lk vorarlberg
  • lk wien
lk wien
  • Wien
    • Wien
    • Aktuelles
    • Zukunft Stadtlandwirtschaft 2025
    • Wir über uns
    • Verbände
    • Presse
    • Newsline
    • Publikationen
    • Bildergalerien
    • Kontakt
  • Pflanzen
  • Tiere
    • Tiere
    • Videos Rinderhaltung
  • Forst
    • Forst
    • Waldbau & Forstschutz
    • Holzvermarktung & Betriebswirtschaft
    • Waldfonds und Forstförderung
    • Arbeits- & Forsttechnik
    • Wald & Gesellschaft
    • Grundeigentum & Jagd
    • Forstprogramme
    • Beratungsvideos Forst
  • Bio
  • Förderungen
  • Recht & Steuer
  • Betriebsführung
    • Betriebsführung
    • Videos Betriebsführung
  • Bauen, Energie & Technik
    • Bauen, Energie & Technik
    • Videos Technik
    • Videos Energie
    • Videos Bauen
  • Diversifizierung
  • Bildung
    • Bildung
    • Bildung aktuell
    • Kurse, Workshops, Veranstaltungen

  • LK Wien
  • / Tiere
  • / Rinder
  • /
    • Tiere
    • Tierhaltung Allgemein
    • Bienen
    • Fische
    • Geflügel
    • Schweine
    • Schafe & Ziegen
    • Pferde
    • Rinder
      • Fütterung & Futtermittel
      • Haltung, Management & Tierkomfort
      • Melken & Eutergesundheit
      • Kälber & Jungvieh
    • Beratung

    Rinderhaltung: Tiefbox oder Hochbox?

    Der Liegeboxenlaufstall ist das verbreitetste Haltungssystem für Milchkühe. Für alle Betriebe, die ihre Rinder im Liegeboxenlaufstall halten, gilt es aber eine Grundsatzfrage zu klären: Tiefbox oder Hochbox?
    [1629971114282325_7.jpg]
    Die richtige Einstreu bzw. Liegematratze spielt für den Kuhkomfort eine elementare Rolle. © Maria Wieseneder/BBK Melk
    Fenster schließen
    Die richtige Einstreu bzw. Liegematratze spielt für den Kuhkomfort eine elementare Rolle. © Maria Wieseneder/BBK Melk
    [1629971114282325_1.jpg]
    Fenster schließen

    Die Liegebox als Schlüsselbereich im Laufstall

    Kühe wollen 12-14 Stunden am Tag liegen. Das macht die Liegebox zum wichtigsten Funktionsbereich im Laufstall. Kühe wollen eine weiche, trockene, saubere und rutschfeste Liegefläche. Ebenso wichtig sind die Einstellungen der Steuerungselemente der Liegebox. Liegelänge, Position des Nackenrohrs, Form des Trennbügels und Ausführung der Bugschwelle sind hier für den Liegekomfort entscheidende Kriterien. Natürlich muss auch ein ausreichendes Angebot an Liegeplätzen (mindestens eine Liegebox pro Tier) vorhanden sein. Eine Überbelegung der Liegeboxen führt nicht nur zu massivem Stress im Stall, sondern widerspricht auch den Vorgaben der Tierhaltungsverordnung.

    Worauf man bei der Liegebox achten soll

    • weiche, trockene, saubere und rutschfeste Liegefläche
    • ausreichendes Angebot an Liegeboxen (mindestens eine Liegebox pro Tier)
    • optimale Maße und Einstellung der Steuerungselemente der Liegebox

    Tiefboxen: Entscheidend ist die Pflege

    Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass Kühe gut gepflegte Tiefboxen bevorzugen. Diese bieten ihnen eine weiche, trockene und rutschfeste Liegefläche. In einer Tiefbox kann mit verschiedenen organischen Matratzen gearbeitet werden: Stroh-Mist-Matratze, Kalk-Stroh-Matratze oder Güllefeststoffe (allein oder in Mischungen). Entscheidend ist die tägliche Pflege.

    Täglich müssen die Tiefboxen von eventuellen Verschmutzungen befreit werden. Bei einer Stroh-Mist-Matratze wird aus der Box getragenes, mit Mist vermengtes Stroh, wieder in den vorderen Bereich der Tiefbox geworfen und mit frischem Stroh zugedeckt. Dadurch bleibt die Tiefbox im vorderen Bereich gut gefüllt und weich. Dafür sollte im Kopfbereich immer ein Strohvorrat vorhanden sein. Für den Aufbau einer stabilen Matratze eignet sich längeres Stroh besser, als kurz geschnittenes. Um Muldenbildung zu vermeiden, ist es wichtig an den Rand der Box gedrücktes Material wieder in die Mitte zu bringen.

    Bei Kalk-Stroh-Matratzen und Güllefeststoffen beschränkt sich die Liegeboxenpflege auf das Entfernen von Verschmutzungen und das Einebnen der Liegefläche. Dafür werden diese Tiefboxen in ein- bis zweiwöchigen Intervallen nachgestreut und die Boxen wieder aufgefüllt, entweder mit einer frisch gemischten Stroh-Kalk-Wasser-Mischung und frisch separierten Güllefeststoffen. Dafür ist die Befahrbarkeit der Laufgänge unabdingbar. Für alle Tiefboxen gilt, je stärker die Matratze, desto stabiler und widerstandsfähiger ist diese. Ziel ist eine mind. 30 cm starke organische Matratze.

    Hochboxen: Matratze aus Gummi oder Kunststoff

    In Hochboxen wird die organische Matratze durch eine Auflage aus Gummi oder Kunststoff ersetzt. Dabei kommen entweder Gummimatten oder mit unterschiedlichen Materialien gefüllte, bis zu 10 cm starke, Kuhmatratzen zum Einsatz. Diese werden nach vorne leicht ansteigend eingebaut. Um Gelenksschäden vorzubeugen, müssen auch Hochboxen eingestreut werden. Dafür eignet sich kurz gehäckseltes Stroh. Die tägliche Pflege besteht aus dem Entfernen von Verschmutzungen und Nachstreuen. Dementsprechend ist der tägliche Arbeitsaufwand für die Liegeboxenpflege bei Hochboxen geringer als bei Tiefboxen, ebenso wie die Menge des benötigten Einstreumaterials. Demgegenüber stehen aber die Anschaffungskosten der Gummimatte oder Kuhmatratze.

    Vor- und Nachteile der Liegeboxen auf einen Blick

    Tiefbox Hochbox
    Vorteile Geringere Investitionskosten Weniger Pflegeaufwand
    Weiches, trockenes Liegen Weniger Einstreubedarf
    Nachteile Höherer Pflegeaufwand Höhere Investitionskosten
    Höherer Einstreubedarf Begrenzte Haltbarkeit der Beläge
    In Tabellenprogramm öffnen
    1 Schritt: Datei auf Festplatte speichern. speichern abbrechen
    2 Schritt: In MS Excel öffnen.

    Fazit: Gut gepflegte Tiefboxen sind der Ferrari für den Kuhkomfort

    Aus Sicht des Kuhkomforts sind gut gepflegte Tiefboxen der Gold-Standard. Allerdings braucht es eine stabile Arbeitsorganisation am Betrieb, um die tägliche Pflege und das Nachstreuen verlässlich zu erledigen. Hochboxen hingegen lassen sich mit weniger Arbeitsaufwand betreiben, verursachen aber höhere Investitionskosten. Außerdem müssen auch Hochboxen täglich eingestreut werden um Gelenksschäden vorzubeugen.
    03.02.2026
    Autor:Dr. Marco Horn, BEd
    Drucken
    Empfehlen
    Weitere Informationen:
    1 2
    • Rinderhaltung: Tiefbox oder Hochbox?

    • Über den Tellerrand schauen: Der Arbeitskreis Milchproduktion auf Lehrfahrt

    • Elektronische Rinderohrmarke ins linke Ohr des Kalbes

    • Kuhkomfort: Wie wünscht sich die Kuh ihren Arbeitsplatz?

    • Ihr LK-Beratungsteam für Rinder, Mutterkuhhaltung und Milchwirtschaft

    • Hitzestress im Kuhstall - Nicht warten bis es zu spät ist!

    • So bewahren Milchkühe einen kühlen Kopf

    • AK Milchproduktion: Großer Spielraum für Kostenoptimierung

    • Fehlgeburten beim Rind und ihre vielseitigen Ursachen

    • Artikelserie "Checklist Biosicherheit": Gesund trotz Gruppenwechsel und anderer Tierarten

    • Artikelserie "Checklist Biosicherheit": Der Melkstand

    • Artikelserie "Checklist Biosicherheit": Das Kälberiglu

    • Artikelserie "Checklist Biosicherheit": Wie man die Abkalbebox biosicher im Stall einsetzt

    • Die optimale Einstellung der Liegeboxen

    • Artikelserie "Checklist Biosicherheit": Gefahrenquelle Viehtransport

    1 2