Streuobstbaum mit Misteln © LK Steiermark |
Biologie und Verbreitung
Die Laubholzmistel siedelt sich bevorzugt auf Obstbäumen wie Apfel, seltener auch auf Birne, an. Sie kommt jedoch ebenso auf zahlreichen anderen Laubbäumen, wie Pappeln, Linden und Birken, vor. Die Verbreitung erfolgt fast ausschließlich über Vögel. Diese fressen die reifen weißen Beeren und streifen die Samen beim Sitzen auf Ästen ab oder scheiden sie wieder aus. Für die Ausbreitung sind dabei vor allem wenige Vogelarten wie Misteldrossel, Mönchsgrasmücke und Seidenschwanz von Bedeutung. Weiters gelten auch die Wacholderdrossel, die Singdrossel und die Ringeltaube als Mistelverbreiter. Der Großteil der Vogelarten trägt jedoch kaum oder gar nicht zur Verbreitung bei.
Die Mistel ist gut an diese Ausbreitungsform angepasst. Je größer ihre Blattmasse ist, desto intensiver kann der Wasser- und Nährstoffentzug aus der Wirtspflanze erfolgen, was das weitere Wachstum des Halbparasiten begünstigt. Im Laufe der Jahre entwickeln sich so die typischen kugeligen Mistelbüsche.
Misteln blühen bereits im Spätwinter, wenn viele andere Pflanzen noch keine Blüten tragen. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch winteraktive Insekten, darunter verschiedene Fliegenarten. Da das Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten zum Blühzeitpunkt noch nicht besonders groß ist funktioniert die Bestäubung sehr gut.
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