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Sanierung einer Schachtquelle

Schachtquellen sind am ersten Blick von Brunnen kaum zu unterscheiden. Im Gegensatz zu Brunnen besitzen Schachtquellen aber einen Überlauf. Im Artikel wird eine typische Sanierung beschrieben.
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Die fertig sanierte Schachtquelle. © Alois Voraberger
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Die fertig sanierte Schachtquelle. © Alois Voraberger
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Schachtquelle mit aufgesetztem Konus und schmalem Einstiegsschacht. Der Überlauf liegt auf der Höhe des Wasserspiegels. © Christoph Zaussinger/LK Oberösterreich
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Schachtquelle mit aufgesetztem Konus und schmalem Einstiegsschacht. Der Überlauf liegt auf der Höhe des Wasserspiegels. © Christoph Zaussinger/LK Oberösterreich
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Systemskizze

Die Schachtquelle weist einen unterirdischen Teil mit 2 m Durchmesser auf. Darüber folgen ein Konus und  Schachtringe mit 0,6 m Innendurchmesser und 2 m Höhe. Im Laufe der Zeit sind die Fugen zwischen den Ringen teilweise undicht geworden. Weiters besteht der Verdacht, dass Oberflächenwasser über die Künette der Druckleitung zur Quelle gelangt.
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Freilegen des Einstiegsschachtes © Alois Voraberger
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Freilegen des Einstiegsschachtes © Alois Voraberger
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Ausgraben bis zum Konus.

Die undichten Stellen bis zum Konus können nur von außen abgedichtet werden. Eine Abdichtung von Innen ist aufgrund der beengten Verhältnisse nicht möglich und wäre sehr gefährlich.

Mit dem Bagger ist die 2 m Tiefe Grube rasch ausgehoben.
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Freilegen des Einstiegssachtes. Blick auf Druckleitung. © Alois Voraberger
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Freilegen des Einstiegssachtes. Blick auf Druckleitung. © Alois Voraberger
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Hier wird besonders sorgfältig gearbeitet, damit die Druckleitung von der Baggerschaufel nicht verletzt wird!
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Spachteln und Netzen des Schachtes. © Alois Voraberger
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Spachteln und Netzen des Schachtes. © Alois Voraberger
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Perfekte Arbeit! Die Spachtelmasse soll für den Außenbereich geeignet und damit frostbeständig sein. Zunächst wird eine Schicht Spachtelmasse aufgetragen, dann das Netz eingelegt und das Netz wieder überspachtelt.
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Gespachtelter Schacht © Alois Voraberger
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Gespachtelter Schacht © Alois Voraberger
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Der Schacht ist nun fertig gespachtelt. Über Nacht wird die Masse aushärten. Auf dem Bild ist schon der Dränageschlauch erkennbar, der das Oberflächenwasser aus der Künette der Druckleitung aufnehmen wird. Beim Auffüllen der Grube muss er sorgfältig unter der Druckleitung platziert werden.
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Blick auf Dränage zur Entwässerung der Künette der Druckleitung. © Alois Voraberger
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Blick auf Dränage zur Entwässerung der Künette der Druckleitung. © Alois Voraberger
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Unterhalb der Druckleitung liegt nun eine Dränage. Diese nimmt das Wasser auf, welches über die Druckleitungskünette in den Quellbereich vordringen möchte. Die Dränage wird über ein Rohr aus dem Quellbereich weggeführt.
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Ausleitung der Dränage in einen Graben. © Alois Voraberger
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Ausleitung der Dränage in einen Graben. © Alois Voraberger
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Hier endet das Rohr in einem Graben. Damit keine Tiere ins Rohr krabbeln, ist es mit einem Metallgittergewebe (Fliegengitter) abzuschließen. Das Gitter wird einfach über das Ende übergestülpt und mit einer Schnur befestigt.
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Weitere Dränage am Rand der Baugrube nimmt Oberflächenwasser auf. © Alois Voraberger
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Weitere Dränage am Rand der Baugrube nimmt Oberflächenwasser auf. © Alois Voraberger
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Oberflächenwasser hat die Tendenz, am Rand der Baugrube in den Untergrund zu sickern. Aus diesem Grund wird am Rand der Grube eine Fangdränage verlegt.

Vorgehensweise: Ab einer gewissen Füllhöhe in der Grube wird die Dränage rundherum gelegt und mit ein wenig gewaschenem Kies bedeckt. Anstatt des Kieses wurde hier gewaschener Granitbruch verwendet.
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Aufbringen des Lehms. © Alois Voraberger
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Aufbringen des Lehms. © Alois Voraberger
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Abschließend wird ein Lehmschlag errichtet. Der Lehm weist eine Schütthöhe von rund 0,5 m auf. Er steigt ein wenig bis zum Schacht hin an. Der Lehm soll über den gesamten offenen Bereich der Grube gezogen werden. Künftig schützt der Lehm die Anlage von Oberflächenwasser. Er leitet das Oberflächenwasser zum Rand der Grube. Dort fließt es ins Gelände oder in die Fangdränage.
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Fertig sanierte Quellfassung. © Alois Voraberger
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Fertig sanierte Quellfassung. © Alois Voraberger
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Über den Lehm wird eine Schicht Humus gezogen. Der so geschützte Lehm bildet dann in Trockenperioden weniger Risse aus. Der Humus soll überhöht aufgebracht werden, da sich das Material in der Grube mit der Zeit absetzt.
Wenn zuwenig Material aufgebracht wurde, entsteht mit der Zeit eine Mulde. Diese wäre dann mit Humus aufzufüllen.
Links zum Thema
  • Buchtipp: Eigenes Wasser für Haus und Hof
11.02.2026
Autor:Christoph Zaussinger
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Weitere Informationen:
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