Beim Anbauversuch wurde unter anderem die Aufwuchshöhe berücksichtigt. © Reinhard Egger |
Im Vorjahr wurden durch die intensiven Niederschläge von rund 200 Millimetern im Mai und nochmals 200 mm im Juni klar Grenzen aufgezeigt - die Böden waren wassergesättigt und die Befahrbarkeit oftmals nicht mehr gegeben.
Vielfach wurde außerdem zuvor Grünschnittroggen angebaut oder auch noch ein erster Schnitt vor dem Anbau von Silomais getätigt - nicht immer zur optimalen Entwicklungsmöglichkeit von Silomais.
Es verging demnach zu viel wertvolle Zeit, denn beim Mais läuft die vegetative Entwicklung vor allem in der Langtagphase ab. Der Grund für die deutlich sinkenden Erträge von Spätsaaten ist, dass neben Wasser-, Nährstoffangebot und Temperatursumme auch die Tageslänge das Wachstum steuert. Die kürzeren Tage ab Ende Juni zwingen den spät gesäten Mais früher in die generative Phase (Kolbenbildung) zu wechseln. Das bedeutet deutlich weniger Trockenmasseertrag als bei früh bestellten Flächen. Gut sichtbar war das im Jahr 2024 auch an der Höhe der Maisbestände.
Als Faustregel gilt: Jede Woche Saatzeitverzögerung ab Anfang Mai kostet zirka 5% Maisertrag. Gegen Ende Mai sollte auf den Anbau von Sorten mit einer Reifezahl über 290 generell verzichtet werden. Das Risiko von Frühfrösten im September ist zwar in den vergangenen Jahren gesunken, besteht aber dennoch weiterhin. Sorten mit einer hohen Reifezahl in Kombination mit später Saat liefern deutlich weniger Energieertrag als frühreife Sorten unter diesen Bedingungen. Ab der zweiten Junidekade wird es mit der Aussaat dann kritisch, denn es drohen kolbenlose Bestände oder die Ausbildung sogenannter Gummikolben, die kaum Stärke enthalten.
Als Faustregel gilt: Jede Woche Saatzeitverzögerung ab Anfang Mai kostet zirka 5% Maisertrag. Gegen Ende Mai sollte auf den Anbau von Sorten mit einer Reifezahl über 290 generell verzichtet werden. Das Risiko von Frühfrösten im September ist zwar in den vergangenen Jahren gesunken, besteht aber dennoch weiterhin. Sorten mit einer hohen Reifezahl in Kombination mit später Saat liefern deutlich weniger Energieertrag als frühreife Sorten unter diesen Bedingungen. Ab der zweiten Junidekade wird es mit der Aussaat dann kritisch, denn es drohen kolbenlose Bestände oder die Ausbildung sogenannter Gummikolben, die kaum Stärke enthalten.