preview.lko.or.at
  • lk österreich
  • lk burgenland
  • lk kärnten
  • lk niederösterreich
  • lk oberösterreich
  • lk salzburg
  • lk steiermark
  • lk tirol
  • lk vorarlberg
  • lk wien
lk wien
  • Wien
    • Wien
    • Aktuelles
    • Zukunft Stadtlandwirtschaft 2025
    • Wir über uns
    • Verbände
    • Presse
    • Newsline
    • Publikationen
    • Bildergalerien
    • Kontakt
  • Pflanzen
  • Tiere
    • Tiere
    • Videos Rinderhaltung
  • Forst
    • Forst
    • Waldbau & Forstschutz
    • Holzvermarktung & Betriebswirtschaft
    • Waldfonds und Forstförderung
    • Arbeits- & Forsttechnik
    • Wald & Gesellschaft
    • Grundeigentum & Jagd
    • Forstprogramme
    • Beratungsvideos Forst
  • Bio
  • Förderungen
  • Recht & Steuer
  • Betriebsführung
    • Betriebsführung
    • Videos Betriebsführung
  • Bauen, Energie & Technik
    • Bauen, Energie & Technik
    • Videos Technik
    • Videos Energie
    • Videos Bauen
  • Diversifizierung
  • Bildung
    • Bildung
    • Bildung aktuell
    • Kurse, Workshops, Veranstaltungen

  • LK Wien
  • / Tiere
  • / Tierhaltung Allgemein
  • Tiere
  • Tierhaltung Allgemein
  • Bienen
  • Fische
  • Geflügel
  • Schweine
  • Schafe & Ziegen
  • Pferde
  • Rinder
  • Beratung

Blauzungenkrankheit: Aktuelle Informationen über die Situation in Österreich

Hauptartikel

Blauzungenvirus trotz strengen Winters auch 2026 wieder aktiv

Ergebnisse der Umfrage zum Schweregrad der Blauzungenkrankheit

FAQs: Blauzungenkrankheit (Bluetongue, BTV, BT)

Blauzungenkrankheit: Webinare zum Nachschauen

Blauzungenvirus: Bedarfserhebung zur Teilnahme an freiwilliger Impfung

Blauzungenkrankheit Serotyp 3: Schutz durch Impfung

Erster Fall von Blauzungenkrankheit in Oberösterreich festgestellt

Webinar Blauzungenkrankheit zum Nachschauen und Nachlesen

Umgang mit aktuellem Tierseuchengeschehen in Bio

Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine Viruserkrankung der Wiederkäuer. Neben Rindern, Schafen und Ziegen können unter anderem auch Lamas, Alpakas und Wildwiederkäuer betroffen sein. Österreichweit wurden seit September 2024 zahlreiche Fälle dieser Tierseuche gemeldet.

Fotostrecke

Thumbnails

Videos

<
1
2
3
4
5
6
7
>
Läsionen an der Nase beim Schaf. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965937945983_6.jpg]
größer
Fenster schließen
Läsionen an der Nase beim Schaf. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965937945983_1.jpg]
Fenster schließen
Kronsaumentzündung beim Schaf. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770966086392975_6.jpg]
größer
Fenster schließen
Kronsaumentzündung beim Schaf. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770966086392975_1.jpg]
Fenster schließen
Vermehrter Speichelfluss beim Rind durch Schleimhautläsionen. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965401248719_6.jpg]
größer
Fenster schließen
Vermehrter Speichelfluss beim Rind durch Schleimhautläsionen. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965401248719_1.jpg]
Fenster schließen
Läsionen an den Zitzen. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965404115937_6.jpg]
größer
Fenster schließen
Läsionen an den Zitzen. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965404115937_1.jpg]
Fenster schließen
Läsionen am Flotzmaul. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965406811171_6.jpg]
größer
Fenster schließen
Läsionen am Flotzmaul. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965406811171_1.jpg]
Fenster schließen
Schaf mit Schleimhautläsionen am Gaumen. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965415986838_6.jpg]
größer
Fenster schließen
Schaf mit Schleimhautläsionen am Gaumen. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
[1770965415986838_1.jpg]
Fenster schließen
Blauzungenkrankheit (Stand: 9.3.2026) © AGES
[177331056017310_6.png]
größer
Fenster schließen
Blauzungenkrankheit (Stand: 9.3.2026) © AGES
[177331056017310_1.png]
Fenster schließen
[1770965937945983_2.jpg]
[1770966086392975_2.jpg]
[1770965401248719_2.jpg]
[1770965404115937_2.jpg]
[1770965406811171_2.jpg]
[1770965415986838_2.jpg]
[177331056017310_2.png]
1
2
3
Es gibt unterschiedliche Serotypen der Blauzungenkrankheit - Österreichweit wurden seit den ersten Fällen im September 2024 zahlreiche weitere Fälle dieser Tierseuche mit den Serotypen 3, 4 und 8 gemeldet.

Im Vorjahr hat sich die Blauzungenkrankheit in Österreich verbreitet: Insgesamt über 2.300 Fälle wurden nachgewiesen. Dabei ist es insbesondere in Kärnten zu einer starken Verbreitung des Serotyps 8 gekommen, mit zum Teil schweren Verläufen und Verendungen bei Rindern und Schafen.
 
[177331056017310_7.png]
Blauzungenkrankheit (Stand: 9.3.2026) © AGES
Die Krankheit wird von kleinen Stechmücken, den sogenannten Gnitzen, übertragen - erst durch anhaltende Minusgrade über mehrere Tage hinweg wird der Gnitzenflug und damit der Infektionszyklus dauerhaft unterbrochen. Daher ist im Verlauf des Herbstes mit einer weiteren Ausbreitung zu rechnen. Vorbeugend können insektenabwehrende Mittel (Repellentien) eingesetzt werden.

Zudem sollten gesunde Tiere und Bestände möglichst rasch geimpft werden. Ein Kombinationsimpfstoff gegen die Serotypen BTV-4 und BTV-8 steht zur Verfügung, sowie ein separater Impfstoff gegen BTV-3. Zu bedenken ist, dass die Ausbildung einer belastbaren Immunität nach der Grundimmunisierung etwa drei Wochen dauert und zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen erforderlich sind. Eine Auffrischungsimpfung ist jährlich erforderlich.

Webinar der Tiergesundheit Österreich vom 5. März zum Nachschauen

Im aktuellen Webinar der TGÖ erhalten Bäuerinnen und Bauern ein Update zur Blauzungenkrankheit bei kleinen Wiederkäuern. Neben fachlichen Informationen zur aktuellen Situation und einer Rückschau werden auch zwei Praxisberichte eines Schafhalters aus Kärnten und eines Tierarztes aus der Steiermark präsentiert. Das Webinar steht hier kostenfrei zur Verfügung.

Tierseuchenrechtliche Herabstufung der Blauzungenkrankheit fix

Die Blauzungenkrankheit wird ab dem 15. Juli 2026 nur noch als Kategorie D+E-Seuche eingestuft und nicht mehr - wie bisher - als Kategorie C+D+E-Seuche.

Was bedeutet diese Kategorisierung? Da Tierseuchen unterschiedliche Schweregrade und Auswirkungen haben, werden sie im EU-Tiergesundheitsrecht verschiedenen Kategorien zugeordnet. Diese Einteilung legt fest, welche Maßnahmen bei Auftreten der jeweiligen Tierseuche umzusetzen sind.

Für Tierseuchen der Kategorie C können Mitgliedstaaten einen Freiheitsstatus in Bezug auf das Auftreten dieser Tierseuche im ganzen Land oder in bestimmten Regionen erlangen. Dieser Status bringt Vorteile im Tierhandel zwischen Mitgliedstaaten und Drittstaaten. Zudem sind Tilgungsprogramme vorgesehen, um den Status zu erreichen oder zu erhalten.

Für Tierseuchen der Kategorie D müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Weiterverbreitung des Erregers beim Viehhandel zu verhindern - ein Freiheitsstatus und Tilgungsprogramme sind allerdings nicht mehr vorgesehen.

Tierseuchen der Kategorie E müssen überwacht und ihr Auftreten gemeldet werden. Dabei ist das System modular aufgebaut: Für Kategorie C Seuchen gelten zusätzlich die Bestimmungen der Kategorien D und E. Für Kategorie D Seuchen gelten nur die Vorschriften für Kategorie D und E, aber nicht jene der Kategorie C.

Die konkreten Auswirkungen dieser Herabstufung für den innergemeinschaftlichen Viehhandel sind derzeit noch nicht abschätzbar, da entsprechende Anpassungen in weiteren EU-Verordnungen seitens der Kommission noch ausständig sind.

Krankheitssymptome: Schafe erkranken besonders schwer

Laut Erfahrungsberichten aus Deutschland kann Serotyp 3 zu schweren Krankheitssymptomen führen, vor allem bei Schafen.

Serotyp 3 kann zu Krankheitssymptomen mit unterschiedlichem Schweregrad führen, auch die Erfahrungen des BTV-8 Seuchenzugs im Spätsommer 2025 in Kärnten haben gezeigt, dass auch dieser Serotyp zum Teil zu schweren Verläufen führen kann. Gerade Schafe sind besonders häufig von schweren Verläufen betroffen.
 
[1770965415986838_5.jpg]
größer
Schaf mit Schleimhautläsionen am Gaumen. © Dr. Mark Holsteg, LWK Nordrhein-Westfalen
Diese Symptome umfassen:
  • hohes Fieber
  • reduziertes Allgemeinbefinden (Mattigkeit, Fressunlust)
  • starker Rückgang der Milchleistung
  • Lahmheiten
  • Aborte
  • Vereinzelte Todesfälle
  • Entzündungen im Bereich der Zitzen, Schleimhäute und Klauen
  • Speichelfluss, Nasenausfluss
Betroffene Tiere können nur symptomatisch behandelt werden. Erfahrungsberichte zweier Tierärzte aus Deutschland zur Behandlung den Folgen der BT-Erkrankung stehen in Form zweier Webinare, von der Tiergesundheit Österreich veranstaltet, zur Verfügung -> siehe Videos am Artikelende.

Schutz durch Impfung und Prävention

Die Impfung gegen BT ist derzeit die einzige Möglichkeit, die Tiere vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen und wird vom Gesundheitsministerium dringend empfohlen. Aufgrund der aktuellen Seuchenlage wird die Impfung gegen den Serotyp 3, sowie die Kombiimpfung gegen Serotyp 4 und 8 empfohlen. Zwar verhindern die Impfstoffe keine Ansteckung, sie sind aber derzeit die einzige Möglichkeit den Tierbestand vor schweren Krankheitsverläufen und dem Tod zu schützen. In Bezug auf Fleisch oder Milch gibt es keine Wartezeiten nach der Impfung. Wer den eigenen Bestand impfen möchte, sollte sich mit dem Betreuungstierarzt bzw. der Betreuungstierärztin abstimmen.

Allgemeine Impfempfehlung gegen die Blauzungenkrankheit

Für das Jahr 2026 wurde eine allgemeine Impfempfehlung gegen die Blauzungenkrankheit vom Gesundheitsministerium, der AGES und dem Verein Tiergesundheit Österreich ausgesprochen:
 
Die Impfung (Grundimmunisierung oder Auffrischungsimpfung) von klinisch gesunden Tieren gegen die in Österreich zirkulierenden Serotypen BTV-3, BTV-4 und BTV-8 wird für Rinder, Schafe und Neuweltkameliden für das gesamte Bundesgebiet dringend empfohlen. Für weitere empfängliche Spezies wie Ziegen wird die Impfung empfohlen.
 
Hintergründe dazu können aus dem Dokument "Impfempfehlung BTV 2026" entnommen werden.

Weitere Informationen zur Impfung finden sich außerdem hier.
Weitere Präventionsmaßnahmen betreffen den Schutz des Tierbestands vor dem Überträger: den Gnitzen. Da Gnitzen ihre Eier an feuchten Stellen ablegen, sollten diese (z. B. Wasserlacken, feuchtes Laub, Gülle, Regentonne, etc.) beseitigt oder abgedeckt werden. Auch die Stallhaltung in der Nacht bzw. in der Dämmerung und der Einsatz von Repellentien (Insektenabwehrmitteln) kann das Infektionsrisiko reduzieren.

Tierverkehr und Handel teilweise stark beeinträchtigt

Innerhalb Österreichs können BT-freie Bestände weiterhin frei handeln, sofern der Betrieb bestätigt, dass die Tiere am Tag der Verbringung augenscheinlich gesund sind (siehe Downloads zum Thema: Informationsschreiben des Gesundheitsministeriums).

Verbringungen in andere EU-Mitgliedstaaten sind weiterhin eingeschränkt mit Auflagen (Insektizidbehandlung, PCR-Untersuchungen, ggf. weitere Vorgaben des Empfängerlandes - vor Verbringen abzuklären) möglich. Die Auflagen der jeweiligen Mitgliedsstaaten finden sich gesammelt auf einer Seite der EU-Kommission (siehe Links zum Thema: Handelsvoraussetzungen EU-Mitgliedstaaten).

Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Milch und Fleisch dürfen weiter in Verkehr gebracht werden, da es sich um keine Zoonose handelt und sie damit für den Konsumenten keine Gefahr darstellt. Auf die Bestimmungen der Rückstandskontrollverordnung (Wartezeit!) im Falle einer medizinischen Tierbehandlung wird verwiesen.

Weitere Hintergrundinformationen: FAQs zur Blauzungenkrankheit

Um bestmöglich über die Blauzungenkrankheit aufzuklären, wurde auf der Webseite der Landwirtschaftskammer Österreich unter https://www.lko.at/blauzungenkrankheit eine eigene Infoseite eingerichtet. Darin werden im Frage- und Antwort-Format allgemeine Aspekte beschrieben, Maßnahmen aufgezeigt, um den eigenen Tierbestand BTV-frei zu halten, und über die Vermarktung von Milch, Milchprodukten und Fleisch bei einem möglichen Seuchenausbruch aufgeklärt. Ebenso finden sich auf der Seite Hinweise zu Entschädigungen und Versicherungsmöglichkeiten.

Webinare geben umfangreichen Überblick über die Situation

Der Österreichische Tiergesundheitsdienst (TGÖ) hat in mehreren Webinaren umfassend über die Blauzungenkrankheit informiert. Im Fokus standen neben den allgemeinen Informationen vor allem Erfahrungsberichte aus der Praxis - aus Deutschland und Österreich. Die Blauzungenkrankheit war auch bei der 52. Viehwirtschaftlichen Tagung Anfang April 2025 in Raumberg Gumpenstein ein wichtiges Thema. Alle Webinare und Vorträge können hier nachgesehen werden.
12.03.2026
Autor:Dr. med. vet. Kerstin Seitz
Drucken
Empfehlen
Links zum Thema
  • FAQs zum Thema Blauzungenkrankheit: https://www.lko.at/blauzungenkrankheit
  • Informationen zur BT der AGES: Blauzungenkrankheit, Bluetongue - AGES
  • Informationen zur BT des Gesundheitsministeriums: Blauzungenkrankheit - KVG
  • Handelsvoraussetzungen EU-Mitgliedstaaten: Bluetongue - European Commission
  • Blauzungenkrankheit: Webinare zum Nachschauen
Downloads zum Thema
  • BTV_Stellungnahme Impfung im Ausbruchsgeschehen_AGES_20250911
  • BTV Impfung Stand September 2025
  • Infosheet Blauzungenkrankheit
  • Informationsschreiben des Gesundheitsministeriums zur Anwendung von Repellentien
  • Dokumentation Repellentbehandlung am Viehverkehrsschein
  • Impfempfehlung 2026
Weitere Informationen:
1 2
  • Blauzungenkrankheit: Webinare zum Nachschauen

  • Blauzungenkrankheit: Aktuelle Informationen über die Situation in Österreich

  • Webinaraufzeichnung vom 05.03.2026: Update zur Blauzungenkrankheit bei kleinen Wiederkäuern

  • Futtermittellabor Rosenau punktet mit Untersuchungsaktionen

  • TGD-Tarife an Inflation angepasst

  • Tiergesundheitsdatenbank AHDS: Mehr Überblick, bessere Tiergesundheit

  • Blauzungenvirus trotz strengen Winters auch 2026 wieder aktiv

  • 2025 weniger Rinder und Schweine in Österreich

  • Ausschuss Tierhaltung und Milchwirtschaft

  • Tierhaltungs-Broschüren: Orientierung und Praxiswissen

  • BTV: Umfrage zeigt Erfahrung aus der Praxis

  • Animal Health Data Service - betriebsindividuelle Tiergesundheitsdaten

  • Tiergesundheit im Mittelpunkt

  • Fragebogen zur Tierhaltung in Österreich (TiHalO): Betriebsausstattung und TiHalO IV

  • Maul- und Klauenseuche: Aktueller Stand und Schutzmaßnahmen

1 2