Witterungsbedingte Qualitätsprobleme bei Zwiebeln, Salat und Kraut
Die Erntemenge von Hülsenfrüchten, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten stieg auf 361.100 t und lag damit um 3% über dem Vorjahreswert und um 5% über dem Fünfjahresmittel. Davon entfielen 175.100 t auf Zwiebeln, die über ein Viertel der gesamten Gemüseproduktion ausmachten. Auf unveränderter Fläche wurden damit um 10% mehr Zwiebeln als im Vorjahr und um 9% mehr als im Fünfjahresdurchschnitt geerntet. Die Qualität war jedoch aufgrund der Feuchtigkeit unterdurchschnittlich, sodass viel aussortiert werden musste. Bei Karotten nahm die Fläche leicht zu (+1%) und es wurde eine Ernte von 120.600 t erreicht (±0% zu 2023). Die Anbaufläche von Kren ging hingegen um 15% zurück, die Produktion verringerte sich um 23% auf 2.600 t. Die Produktionsmenge von Grünerbsen ging ebenfalls ertrags- und flächenbedingt zurück (-9% auf 7.900 t).
Die Ernte von Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse bewegte sich mit 137.300 t im Vorjahresbereich (±0%) und blieb damit unter dem Fünfjahresmittel (-3%). Wetterbedingte Einflüsse wie Hitze- und Trockenschäden im Sommer, aber auch vermehrter Pilz- und Schädlingsdruck bis hin zu Hochwasserschäden führten bei den Freilandkulturen zu Flächen- und Ertragsausfällen. Salat, der 35% dieser Produktgruppe ausmachte, büßte 5% der Fläche ein und erreichte eine Produktionsmenge von 47.400 t (-11% im Vergleich zu 2023; -5% im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt). Die Anbaufläche von Kraut sank im Vergleich zum Vorjahr um 2%; die Erntemenge fiel - auch aufgrund unzureichender Qualitäten - um 8% auf 35.900 t.