Kleeseide © LK OÖ, Frühwirth Peter |
Da Kleeseide kein Chlorophyll besitzt, kann sie selbst keine Photosynthese betreiben und ist damit auf ihren Wirt, dem sie als Parasit Wasser und Nährstoffe entzieht, angewiesen. Nachdem die Wirtspflanze mit feinen fadenähnlichen Stängeln eingesponnen wurde, verbindet sich der Parasit mit der Wirtspflanze mit speziellen Organen, den sogenannten Haustorien (Saugorganen). Die Wirtspflanze wird geschwächt und stirbt ab, das führt bei Kleereinbeständen und Kleegrasmischungen zu Ertragsverlusten, Vermehrungsflächen werden bei einem Befall mit Kleeseidepflanzen aberkannt. Auch die Stickstofffixierleistung des Klee- oder Kleegrasbestandes wird vermindert. Der Befall beginnt in kleineren Nestern und kann sich schnell im gesamten Bestand ausbreiten. Die Blütezeit der Kleeseide ist von Juli bis September. Von einer Verfütterung eines befallenen Bestandes wird abgeraten da Kleeseide eine toxische Wirkung aufweist und zu Vergiftungserscheinungen bei Tieren führen kann.