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Bio-Sojabohne (Glycine max)

Anbau- und Kulturführungsanleitung, Stand 01-2026
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Bio Soja Sorte: Livius © LK OÖ, Petra Doblmair
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Bio Soja Sorte: Livius © LK OÖ, Petra Doblmair
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Der Anbau von Bio-Soja ist mittlerweile in Österreich bedeutend. 2022 wurden 31.751 ha angebaut. Sojabohnen zeichnen sich durch einen hohen Eiweißgehalt von ca. 40% und eine hohe biologische Wertigkeit durch einen hohen Anteil essentieller Aminosäuren aus. Zudem enthalten sie ca. 20% Fett. Sojabohnen können sowohl für die Lebensmittelherstellung (Tofu, Sojagetränke) als auch (getoastet) in der Fütterung eingesetzt werden.

Standort

Soja benötigt einen warmen Standort (Körnermaislage), leicht erwärmbare, tiefgründige,  mittelschwere Böden, mit einem pH-Wert von 6,5 - 7,5.

Sorten

In Oberösterreich werden überwiegend frühreife 000 Sorten angebaut. Folgende Sorten sind empfehlenswert:
Abaca 000, Achillea 000, Akumara 000 (Probstdorfer Saatzucht), Abelina 000, Adelfia 000, Ancagua 000 und Aurelina 000 (Saatbau) oder Paprika 000 und Comandor 000 (Die Saat).

Aussaat

Die Sojabohne wird von Mitte April bis Anfang Mai angebaut, die Bodentemperatur zur  Keimung sollte 10 °C betragen, die Kultur ist auch spätfrostverträglich bis zu einer Temperatur von -4 °C. Soja sollte vor dem Anbau unbedingt geimpft werden, auch wenn das Saatgut bereits  fertig geimpft gekauft wurde. Hier ist der Einsatz eines Impfmittels durch den Mehrertrag und  den höheren Proteingehalt jedenfalls preiswürdig. Es ist sehr wichtig, dass frisch geimpfte  Saatgut vor Sonneneinstrahlung und Hitze zu schützen.

Aktuell ist für den Biolandbau Turbosoy injected Soja der Sorten Adelfina 000 und Algebra 00 der Saatbau erhältlich. Bei dieser Form des Impfens wird das Impfmittel direkt in die einzelne Sojabohne eingebracht.
Angebaut wird in Drillsaat, oder in Einzelkornsaat mit 45 cm Reihenabstand. Die Saatstärke  beträgt ca. 110 - 130 kg/ha oder 60 Körner/m², bei der Dammkultur ist eine Saatstärke von  200 kg/ha erforderlich.

Fruchtfolge

Als Vorfrucht vor Soja eignet sich Wintergetreide, Sommergetreide ist eine bessere Vorfrucht  als Körnermais, eine optimale Zwischenfrucht vor Soja ist ein Gemenge aus Ölrettich und  Senf, aber auch Winterrübsen. Soja ist zwar selbstverträglich, wir empfehlen jedoch einen  Anbauabstand von drei bis vier Jahren einzuhalten.

Düngung

Der Nährstoffbedarf von Soja ist gering, eine Düngung ist für die Knöllchenbildung sogar  kontraproduktiv. Auch eine Schwefeldüngung brachte keine signifikanten  Ertragssteigerungen.

Unkrautregulierung

Bei der Sojabohne ist das Blindstriegeln unumgänglich, ansonsten bekommt man das  Beikraut mit dem Hacken kaum noch in den Griff. Generell kann Soja als Striegelkultur geführt  werden, jedoch ist ein maximaler Ertrag nur mit Hacken der Pflanzen gewährleistet.  Gestriegelt werden kann wieder ab den ersten drei Laubblättern, jedoch mit geringer  Geschwindigkeit. Ein Verschütten macht den jungen Pflanzen nichts aus, gestriegelt werden  kann auch quer zum Bestand. Nun kann alle fünf bis sechs Tage gestriegelt werden, wenn das zwei- bis  dreimal gelingt, ist auch die Breitsaatvariante eine Option. Ansonsten kann gehackt werden,  wenn das zweite Keimblatt ersichtlich ist, danach wird ein bis zwei Tage nach dem Hacken wieder  sanft gestriegelt. Der nächste Hackdurchgang erfolgt im 3 - 4-Blatt-Stadium, ca. eine Woche  danach wird wieder gestriegelt. Kurz vor der Blüte erfolgt ein letzter Durchgang mit der  Fingerhacke.

Krankheiten und Schädlinge

Sklerotinia hat bei Soja am ehesten einen negativen Effekt auf den Ertrag. Um diese Krankheit zu vermeiden, sollte zu Sonnenblumen und Raps ein Anbauabstand von vier Jahren eingehalten  werden. Beim Auflaufen der Sojabohne kann es durch die Saatenfliege (Kälteeinbruch nach  der Aussaat), aber auch durch Tauben- oder Krähenfraß zu erheblichen Schäden kommen.  Hier sollte auf einen passenden Saattermin geachtet werden, bei Vogelfraß haben  Landwirte gute Erfahrungen mit Raubvogeldrachen oder anderen  Vergrämungsmaßnahmen gemacht. Gelegentlich kommt es auch zu Massenvermehrungen  des Distelfalters, der ganze Felder kahlfressen kann.

Ernte

Zur Ernte fallen die Blätter von den Pflanzen, der Bestand verfärbt sich rotbraun und die  Körner erreichen innerhalb weniger Tage die optimale Druschfeuchte bei 14 - 15%. Der Ertrag  von Bio-Soja beträgt in OÖ meist zwischen 1.500 und 3.000 kg/ha.
Quellen:
Eigene Erfahrungen
Erfahrungen von Landwirtinnen und Landwirten
Ökolandbau.de
Sojaförderring.de
20.01.2026
Autor:Petra Doblmair
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Weitere Informationen:
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