Gesteuerte natürliche Vermehrung
Die gesteuerte natürliche Vermehrung findet in speziell gestalteten Laichteichen statt, die dem natürlich bevorzugten Laichhabitat einer überschwemmten Bachwiese nachempfunden sind. Sie sollen möglichst sonnenbeschienen und windgeschützt angelegt werden, um eine rasche Erwärmung zur Betriebszeit zu garantieren. Nach Möglichkeit werden sie auch mit Wasser aus einem Vorwärmteich versorgt. Am bekanntesten ist der Laichteich nach Dubisch. Die Dubisch-Teiche kennzeichnet ein rund 40 Zentimeter tiefer Wassergraben ringsum des wasserseitigen Dammes und Ufers. Der restliche Teichboden, somit das Laichbett für die Karpfen, steigt dachförmig zur Teichmitte hin bis auf eine Wassertiefe von 20 Zentimetern an. Auch zum Mönch hin muss man ein Gefälle errichten.
Dadurch wird eine Mindesttiefe von 80 bis 100 Zentimetern gewährleistet, die ein zu rasches Auskühlen des Wasserkörpers bei Schlechtwettereinbrüchen vermeidet. Die rechteckige Teichfläche beträgt im Allgemeinen 50 bis 200 Quadratmeter. Dubisch-Teiche werden nur zeitweilig während der Laichzeit des Karpfens bespannt, während über den Rest des Jahres der Laichrasen, also die Bepflanzung mit Süß- und Sauergräsern, gepflegt wird.