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Bio-Mariendistel (Silybum marianum)

Die Mariendistel ist seit Jahrhunderten als wertvolle Heilpflanze bekannt. Sie wird nicht nur bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt, aus ihr isolierte Substanzen werden in der Therapie von Erkrankungen benötigt.
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Blattrosette der Mariendistel © BWSB / Ömer
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Blattrosette der Mariendistel © BWSB / Ömer
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Es handelt sich um eine ein- bis zweijährige, 1,5 - 2 m hohe und insgesamt sehr dornige Pflanze. Sie besitzt eine starke Pfahlwurzel, die rundlichen Stängel verzweigen sich ab der Mitte und sind nach oben fein behaart. Die Laubblätter sind 30 - 40 cm lang, grün mit weißen Streifen entlang der Adern und dornig bezahnt. Die Mariendistel blüht von Juni bis September mit auffälligen, 4 - 5 cm großen, kugeligen Blütenkörben in Purpur bis Violett.
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Blüte der Mariendistel © BWSB / Ömer
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Blüte der Mariendistel © BWSB / Ömer
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Standort

Die Mariendistel wächst an warmen, trockenen Standorten, gute Erträge werden auf Böden mit ausreichender Feuchtigkeit und Durchlüftung erzielt. Aber sie kann auch auf steinigen Böden gut gedeihen, reagiert jedoch sehr empfindlich auf Verdichtungen.

Sorten

Saatgut kann z.B. bei Samen Schwarzenberger erworben werden

Aussaat

Pro Hektar werden 10 - 12 kg Saatgut ab einer Bodentemperatur von 10° C angebaut, zumeist Ende April/ Anfang Mai. Das Saatgut sollte mit einer Einzelkornsämaschine ca. 2 cm tief in Reihen abgelegt werden.

Fruchtfolge

Mariendistel wird gerne nach einem gut unkrautunterdrückenden Getreidebestand angebaut. Beim Anbau der Kultur sollten Anbaupausen von 3 - 4 Jahren eingehalten werden. Kleegras gilt als gute Folgekultur, aber auch ein dichter Weizen- oder Roggenbestand kann Ausfalldisteln recht gut unterdrücken.

Düngung

Die Mariendistel benötigt ca. 70 kg Stickstoff, der auch als Wirtschaftsdünger gegeben werden kann.

Unkrautregulierung

Vor dem Anbau ist ein unkrautfreies Saatbett wichtig. Die Verunkrautung kann im aufwachsenden Bestand bis zum Reihenschluss durch mechanisches Hacken beseitigt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Mariendisteln sind weitgehend anspruchslos und resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Raupen des Distelfalters können die Pflanze schädigen, ebenso sind Schäden durch Brandpilze oder Grauschimmel bekannt. Wenn der Bestand reif ist, können Spatzen und Distelfinken Schäden verursachen.

Ernte

Die Mariendistel kann geerntet werden, wenn die Blütenköpfe trocken werden und die Samen locker sitzen, der Erntezeitpunkt liegt meist im September bis Oktober. Der Ertrag kann bei der Mariendistel bei 700 - 1.200 kg/ha liegen. Vor der Ernte muss die Mariendistel abgemäht und ca. eine Woche auf Schwad gelegt werden. Dann reifen die Samen optimal ab und die Mariendisteln können gedroschen werden. Für die Lagerfähigkeit darf die Feuchtigkeit maximal 8% betragen.

Besonderheiten

Nach der Ernte wird der Boden flach bearbeitet, damit Ausfallsamen rasch zum Keimen gebracht werden. Keinesfalls sollten die Samen untergepflügt werden.
Quellen:
fnr.de
natura DB
agrarheute.com
04.03.2026
Autor:Petra Doblmair
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Weitere Informationen:
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