Ein Schweinemastbetrieb nutzt die Pellets als regionales Faserfutter, da es nicht nur klimafreundlicher, sondern auch wirtschaftlich interessant ist. Weizenstrohpellets mit Traubentresterzusatz erzielen eine verbesserte Futterverwertung sowie zirka 5% höhere Tageszunahmen und sie sind darüber hinaus auch als Beschäftigungsmaterial zugelassen. Ebenso wurde ein Geflügelbetrieb und ein Pferdehof besucht, die Pellets als Einstreu mit zahlreichen Vorteilen nutzen. Im Sinne der Bioökonomie wird nur die halbe Strohmenge benötigt. Außerdem reduzieren die keimfreien Einstreupellets die Ammoniakemissionen um über 50%. Danach wurden zwei regionale Betriebe besichtigt, die Strohpellets erfolgreich als Substrat für den Pilzanbau und als Bodenbedeckung für den Gartenbau nutzen. Der Pilzanbau liefert bei ausschließlicher Verwendung von Stroh und Wasser einen eiweißreichen Fleischersatz mit einem überdurchschnittlich hohen Jahresertrag. Auch im Gartenbau trägt der Einsatz der keimfreien Pellets zu einem geringen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei und schützt Pflanzen vor Frost und Trockenheit. Nach der Nutzung werden die Pellets als Dünger wieder auf den Acker gebracht und so in den Kreislauf zurückgeführt. Das macht die regionale Qualitätsstrohnutzung zu einem Musterbeispiel für Kreislaufwirtschaft.