Milben der Gattung
Tropilaelaps (vereinfacht auch Tropilaelaps-Milbe) stellen eine anzeige-pflichtige Bienenseuche dar. Bei Verdacht sollte eine Probe sichergestellt, eingefroren oder in Alkohol (z.B. in Met) eingelegt werden. Die Milbe ist jedoch schwer zu fangen und zu identifizieren. Ursprünglich auf die Asiatische Riesenhonigbiene (
Apis dorsata) spezialisiert, hat sich
Tropilaelaps mittlerweile auch an die Westliche Honigbiene (
Apis mellifera) angepasst. 2024 wurde die Milbe erstmals im Grenzgebiet zwischen der Ukraine und Russland nachgewiesen. Das Vermehrungspotenzial von
Tropilaelaps ist extrem hoch – etwa im Verhältnis 25:1 zur Varroamilbe (
Varroa destructor). Ihr rapides Wachstum kann innerhalb eines Jahres zum vollständigen Zusammenbruch eines Bienenvolkes führen. Im Gegensatz zur Varroamilbe verursacht
Tropilaelaps durch mehrfaches Stechen großflächige Wunden in der Brut. Symptome eines Befalls sind etwa ein lückenhaftes Brutnest und eine erhöhte Sterblichkeit der Brut. Eine effektive Prävention ist entscheidend, da es derzeit keine spezifischen Medikamente gegen
Tropilaelaps gibt. Allerdings wirken biotechnische Maßnahmen und chemische Behandlungen gegen die Varroamilbe auch gegen
Tropilaelaps. Besonders effektiv ist eine längere brutfreie Phase, etwa durch eine Brutentnahme, während das Ausschneiden von Drohnenbrut keine nachweisbare Wirkung zeigt. Mehr Informationen
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