Mehr Flexibilität im Pferdestall
Es erlaubt einen schnellen Wechsel zwischen Einzel- und Gruppenhaltung, ohne bauliche Maßnahmen setzen zu müssen. Damit verbindet das Gruppenpaddockboxen-System Struktur, Sicherheit und Tierwohl auf innovative Weise.
Es erlaubt einen schnellen Wechsel zwischen Einzel- und Gruppenhaltung, ohne bauliche Maßnahmen setzen zu müssen. Damit verbindet das Gruppenpaddockboxen-System Struktur, Sicherheit und Tierwohl auf innovative Weise.
Das Besondere an diesem System ist seine Wandelbarkeit. Mehrere einzelne Paddockboxen können durch das Öffnen oder Entfernen der Trennwände zu einer gemeinsamen Gruppenbox verbunden werden. So entsteht ein gemeinsamer Bewegungsbereich, in dem die Pferde miteinander kommunizieren, fressen und sich frei bewegen können.
Gleichzeitig bleibt jederzeit die Möglichkeit bestehen, einzelne Pferde zu separieren:
Die Gruppenzusammensetzung kann flexibel an die Verträglichkeit der Pferde angepasst werden, ohne Umbauten oder langfristige strukturelle Veränderungen. Das macht das System besonders attraktiv für Betriebe mit wechselndem Pferdebestand.
Der baulichen Gestaltung kommt bei Gruppenpaddockboxen eine Schlüsselrolle zu. © LK Niederösterreich |
Rundrohrsysteme haben sich hier besonders bewährt: Sie sind langlebig, leicht zu reinigen und flexibel einsetzbar. Die gesamte Anlage sollte zudem maschinell gut erreichbar sein, etwa für Hoflader oder Mistroboter, um eine effiziente Stallarbeit zu gewährleisten.
Ein entscheidender Faktor für das Gelingen der Gruppenhaltung ist das Flächenangebot. In der Gruppenpaddockbox sollte jedem Pferd mindestens die gleiche Liegefläche wie in einer Einzelbox zur Verfügung stehen:
Für den Paddockbereich gilt:
Grundsatz: Je mehr Platz, desto geringer das Stresspotenzial in der Gruppe.
Ein zentraler Bestandteil dieses Haltungssystems ist die Fütterung direkt im Auslaufbereich. Hier können gegebenenfalls auch zeitgesteuerte Heuraufen zum Einsatz kommen. Diese geben das Raufutter in Intervallen frei, sodass die Pferde über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen erhalten - ähnlich wie bei natürlicher Futteraufnahme auf der Weide.
Damit die Fütterung stressfrei abläuft, ist es wichtig, dass jedes Pferd einen eigenen Fressplatz hat. So wird Futterneid vermieden und die Tiere können ruhig und entspannt fressen. Die Raufen sind meist so konstruiert, dass sie von außen befüllt werden können, was die Arbeit erleichtert und die Sicherheit erhöht.
Damit die Paddocks ganzjährig nutzbar sind, wird der Boden oft mit Paddockmatten befestigt. Diese Matten sorgen für Trittsicherheit, auch bei Nässe oder Frost, und verhindern die Bildung von Matsch. Sie sind elastisch, schonen die Hufe und lassen Wasser gut abfließen. Von einer gänzlichen Versiegelung der Oberfläche (zum Beispiel Beton) ist jedenfalls abzuraten: Einerseits ist es für Hufe und Gelenke der Pferde zu hart, andererseits ist die bauliche Ausführung weitaus aufwendiger.
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